Dies ist eine Projektseite von Alexander Klar.

Rein pflanzlicher Honig — Tradition trifft Zeitgeist

Die Frage, ob Honig vegan ist, ist umstritten, aber die meisten vegan lebenden Menschen konsumieren ihn nicht – denn ohne Opfer ist Imkerei nicht möglich. Honigbienen leben in Massenzucht, ihren Königinnen werden die Flügel gestutzt, damit sie ihre künstliche Behausung nicht verlassen können und werden getötet, wenn sie nicht mehr produktiv genug sind.

Die Parallelen zur Haltung von Kühen, um an ihre Milch zu gelangen, sind auffällig.

Ob Bienen ein ähnliches Schmerz-empfinden haben wie Kühe, kann die Forschung bislang nicht sagen, aber Bienen denken abstrakt, können lernen und sogar träumen.

Ökologisch gesehen ist Bienenhonig auch kein so blütenreines Lebensmittel, wie uns die Werbung (und hier vor allem auch das der Bio-Lebensmittel-Branche) suggeriert. 80 Prozent des in Deutschland konsumierten Honigs wird importiert, vor allem aus Süd- und Mittelamerika sowie Osteuropa.

Und die überzüchteten und anfälligen Honigbienen gefährden die Wildbienen, die wir für den Großteil der Bestäubung benötigen.

Aber ein Blick in die Rezeptkiste unserer Vorfahren fördert eine Möglichkeit zutage, mit der auch vegan lebende Menschen in den Genuss eines solchen aromatischen Süßungsmittels kommen können. Traditionsreiche Rezepte sind der Löwenzahnblütenhonig sowie der Tannenwipfelhonig. Beide gelten auch als Heilmittel, z.B. bei Erkältung.

Aus Großmutters Rezeptsammlung — einfache Herstellung

Reiner Pflanzenhonig ist ganz einfach hergestellt. Kochen Sie dazu Löwenzahnblüten zusammen mit Zitronenscheiben und Wasser auf, geben die Flüssigkeit durch ein feines Sieb und köcheln den Sud zusammen mit Zucker bis die Flüssigkeit geliert.

Vielfältige Möglichkeiten — von Purismus bis Extravaganz

Für Löwenzahnblütenhonig finden sich bereits im Internet unzählige Varianten – verfeinert mit Vanilleschoten oder Zimtstangen, mit und ohne Zitronen und verschiedenen Zuckersorten. Weitere Zusätze könnten auch Chili, Ingwer oder Pfeffer sein.

Und es gibt auch noch weniger populäre Rezepte für Pflanzenhonige wie z.B. für einen Weißdornhonig. Genauso sind aber auch andere Blüten als Grundzutat denkbar – wie beispielsweise Lavendel- oder Ringelblumenblüten.

Und theoretisch müsste sich auch aus Pflanzen, aus denen schon traditionell Sirup gewonnen wird, ein Pflanzenhonig gekocht werden, wie z.B. Topinambur oder Holunder.

Frei wie eine Wildbiene — eine Creative-Commons-Idee

Die oben dargestellte Idee stelle ich als freies Konzept zur weiteren Verwendung,
Umsetzung und/oder gemeinsamen oder eigenen Weiterentwicklung zur Verfügung.

Es basiert seinerseits auf Ideen aus der veganen Communiy und Anregungen meiner Großmutter und wurde unter Verwendung von Icons des Noun Project und eines Fotos von Steffen Zahn gestaltet.

Sofern nicht anders dargestellt, ist diese Idee frei (CC-BY-SA-Lizenz), kann also gerne privat oder kommerziell verwendet und weiterentwickelt werden.