„Woran glauben wir noch?“

„Gott 2.0“ heißt eine Ausstellung, die beinahe weltweit Künstler mobilisiert und inspiriert hat. Die Künstlergemeinschaft Wettringen im Josefshaus hatte dieses Motto als Wettbewerb ausgeschrieben. Die einwöchige Ausstellung wurde am Sonntag mit Arbeiten von 40 Künstlern aus vier Nationen eröffnet. „Woran glauben wir noch oder glauben wir nur, zu glauben?“, war die Kernfrage, die den Künstlern gestellt wurde.

— aus der Münsterländer Volkszeitung vom 10. Juli 2019

„Politisch ergibt gewaltsamer Widerstand keinen Sinn“

„Politisch ergibt gewaltsamer Widerstand keinen Sinn, denn er ist statistisch nur etwa halb so oft erfolgreich wie friedlicher Protest. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse politischer Widerstandskampagnen zwischen 1900 und 2006 durch die Friedensforscherinnen Maria J. Stephan und Erica Chenoweth. Während gewaltfreier Widerstand in 53% der Fälle erfolgreich war, gelang nur 26% der gewalttätigen Akteure ein positives Ergebnis. Die Autorinnen sehen den Grund dafür in der stärkeren politischen Legitimität gewaltfreier Widerstandsgruppen und dem systematischen Vorteil, den Regierungen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen genießen.“

— Peter Dörrie in Perspective Daily vom 16. Oktober 2018 (Fußnote im vierten Absatz)

Interaktive Exzellenz

Frage: Was genau meinen Sie mit „interaktiver Exzellenz“?

Antwort: Übliche Definitionen von Exzellenz, welche lange Zeit einen notwendigen Teil unserer Kultur dargestellt haben, beschränkten sich traditionell auf das Individuum.

Aber mit dem Auftauchen neuer Medientechnologien, inklusive des Internets, welche jeden Tag hunderttausende von neuen Nutzern anziehen, ist eine Notwendigkeit für eine Exzellenz entstanden, die aus einer Konversation zwischen dem Publikum und den Schöpfern von dem, was das Publikum aufnimmt, hervorgeht.

Mein Buch („Interactive Excellence“, Anm.) soll diese Konversation in Gang bringen.

Die Idee ist einfach: Wir müssen das Publikum besser machen, um bessere Kunst machen zu können. Und um das Publikum besser zu machen, müssen wir neue Kanäle für Interaktionen zwischen Mitgliedern des Publikums erschaffen – durch künstlerische und kulturelle Erfindungen.

— Edwin Schlossberg zitiert nach „Epigraphs“ auf publicwriting.net

Ambivalentes Verhältnis zum Staat

„Auf der einen Seite soll der Staat es richten, man überträgt ihm Aufgaben, an denen er sich verheben muss, auf der anderen stellt er eine Gefahr dar, vor der man sich schützen muss. Auf jeden Fall muss man ihm misstrauen. […] Es ist die Selbstverleugnung der Bürger als Träger der politischen Ordnung, die sich hieran zu erkennen gibt.“

— Sascha Liebermann in „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ vom 5. Oktober 2017

Ein menschlicheres soziales Netzwerk

Liebe Leute,

vielleicht habt Ihr schon von Human Connection gehört, aber da das Crowdfunding gerade in die heiße Phase geht, wollte ich Eure Aufmerksamkeit dennoch kurz einmal darauf lenken: die Bestrebung von Human Connection ist es, ein soziales Netzwerk vom Menschen aus zu denken – open-source, frei von kommerziellen Interessen*, ohne Werbung und ohne den Weiterverkauf von Nutzerdaten und mit einigen wegweisenden Ansätzen, um die Kommunikation besser zu strukturieren. Initiator ist Dennis Hack, ein Unternehmer aus Stuttgart. Seine Idee hat nach einiger Vorlaufzeit in den vergangenen Monaten richtig gezündet. Mittlerweile gibt es ein kleines Team, das eine eingeschränkt funktionierende Alpha-Version erstellt hat.

Hier gibt es zwei kurze Erklärvideos:

https://www.youtube.com/watch?v=hFPSXznj_zs
https://www.youtube.com/watch?v=PP0565uVock

Die Website mit weiteren Details und der Möglichkeit, das Projekt jetzt per Crowdfunding zu unterstützen findet Ihr hier:

https://humanconnection.org/

Und wer es genauer wissen möchte, kann sich eine ausführlichere Präsentation der Website anschauen.

Liebe Grüße
Alexander


* es gibt die Möglichkeit, sich als Einzelperson oder als gemeinnützige Organisation anzumelden, nicht aber als profit-orientiertes Unternehmen